Warum immer ich? Warum immer wieder wir?

Warum immer ich?

Warum immer wieder wir?

Darum kreisen meine Gedanken.

 


Warum in solchen Massen/Maßen?

Worum es geht?

Um Krankheiten. Was auch sonst!?!

Volkskrankheiten. Grippe, Magen-Darm-Infekte, Diabetes, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, usw. 

Also die 'ganz normalen' Sachen, die jeder mal so hat.

Abgesehen von meinen chronischen Grunderkrankungen, ist irgendeiner aus meiner Familie immer zusätzlich krank. Also abgesehen von allem, was mit Immun-und Nervensystem etwas zu tun hat und natürlich ihren Nebenwirkungen, wie zum Beispiel offene Entzündungen, Wassereinlagerungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Gewichtszunahme, Juckreiz, trockene Haut uvm., egal ob von der Erkrankung selbst oder von Medikamenten.

Einen triffst in der Regel immer. 

Von Rückenleiden, Magen-Darm, über Grippe, Knochenkorrekturen bis hin zur Lungenentzündung... um nur ein paar Beispiele zu nennen, immer wieder ist jemand krank. Deutlichvauffälliger als in anderen Familien. 

Warum nur?

Wir leben weder ungesunder,  noch risikoreicher oder unvernünftiger als andere Familien. Es ist mir also ein Rätsel. 

Und es ist so nervig und so anstrengend.

Gerade, weil es 'on top' geht. Immer noch Eins obendrauf.

Als wäre chronisch krank nicht krank genug.  

Hinzu kommt, dass ansteckende Krankheiten logischerweise weitergereicht werden und sich somit zäh, aber mit aller Gewalt durch die ganze Familie ziehen, bis jeder mal dran war. So wie zuletzt ein Magen-Darm-Infekt, der uns seit mehr als vier Wochen begleitete und noch nicht ganz klar ist, ob wir damit durch sind oder 'Nr. Eins' sich am Ende neu infiziert.🫣

Ja, wir wissen wie Sauberkeit und Desinfektion funktionieren. 🙃🫠🙃 

Dass ich besonders anfällig bin, weil mein Immunsystem heruntergefahren ist, hab ich verstanden und gebe wirklich sehr auf mich acht. Andererseits bin ich so selten außer Haus, dass eine Ansteckung von außen, bei mir eher gering ist. Wobei ...

Tatsächlich war ich letzte Woche beim Arzt (so viele Memschen mit Maske habe ich lange nicht mehr gesehen und ja, ich trug ebenfalls eine zum Selbstschutz). Danach war ich noch im Sanitätshaus, in der Apotheke und eine kurze Runde Einkaufen im Supermarkt. Diese 'aufregenden' Unternehmungen (Ironie) gingen zwar sehr bewusst über jede einzuhaltende Grenze, die das Pacing betreffen, aber so ist das, wenn das Leben schneller läuft, als Erkrankungen es erlauben. 

Als ich nach Hause kam, sagte ich nur noch: "Ich glaube ich breche zusammen." Und genau das tat ich dann auch. Zuerst sackte ich aufs Sofa, völlig entkräftet, als wäre ich einen Marathon gelaufen und hätte im Gewichtheben alles gegeben, wenn auch nichts erreicht.

Dabei hatte ich nur eine Kleinigkeit eingekauft und meine Medikamente abgeholt. Und kaum ein paar Stunden später setzte sich das Erbrechen absolut in die Tat um. Eine komplette Magen-Darm-Sanierung über mehrere Tage hinweg. 

Das hatte ich nun von meinem lustigen Tagesausflug. Was musste ich auch das Haus verlassen?! Selber Schuld. 

Mein Mann hatte diesen Infekt schon hinter sich. Es bleibt ein Rätsel ob ich mir den Mist von ihm oder doch von Unterwegs eingefangen habe. Wir hatten wirklich gedacht es sei an uns anderen vorübergegangen. Die Inkubationszeit war auch längst vorbei.

Aber so ein Blödsinn. Wie kann ich sowas denken?! Als wäre nach einer betroffenen Person Schluss. Wie komme ich denn auf sowas?!

Nun war ich also dran und dann die nächste Person aus unserer Familie. Wie konnte es anders sein?!

Ich, noch nicht wieder fit, aber als Mama funktioniert man immer! Wenn Kinder krank sind aktiviert der Körper einer Mutter Reserven, die man in keinem Labor nachweisen kann. Wetten?! Ich bezeichne es mal als mutterianische Superzellen, die von jedem noch so kranken Immunsystem unbeeindruckt bleiben, auf die man nur leider dauerhaft keinen Zugriff hat. Sie schalten sich selbst in Norsittuationen ein, wenn dein Kind dich braucht.

Wie auch immer, irgendwie lassen wir nichts aus. 

Kann es denn nicht mal gut sein? Muss immer noch etwas oben drauf kommen? Ist es denn nicht irgendwann mal gut?  

Ja, das frage ich mich.

Oft! 

Oft genug und immer wieder.

Einmal Pause bitte. Einmal alle gesund bitte. Einmal wenigstens, einen ganzen Tag Pause, Urlaub, Erholung. Wenn schon nicht für mich, dann doch bitte für meine Familie. Es ist so ermüdend.

Es scheint als solle das nicht sein. Traurig. Schade.

Kräftezehrend fahre ich weiter in meinem Gedankenkarussell.

Die Gedanken kreisen und kreisen und dann bin ich doch in der Lage es anzuhalten. Das Karussell. Und wenn ich dann aussteige und mir das Ganze von weiter weg betrachte, lande ich immer wieder hier:

Was machen Menschen ohne Jesus? Was machen Menschen, denen es mindestens genauso geht oder auch schlechter, wobei wir das Ranking ja weglassen wollen, denn krank ist krank, Punkt ●

Was machen Menschen Hilfe und Halt suchen und Jesus nicht kennen? 

Ich darf wissen:

Ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.

Ganz egal wie schlecht es mir geht, ganz egal wie sehr mich jeder Tag herausfordert, auch wenn ich das Gefühl habe: mehr geht nicht / ich kann nicht mehr, genau dann ist mir Jesus so nah. Er hält mich. Er trägt mich. Er stützt mich und Er stärkt mich. 

Jedesmal werde ich ruhig mit Jesus und weiß, dass sein Plan für mich gemacht ist. Auch wenn ich diesen nicht verstehe, es ist der beste, der mir passieren kann. Denn er meint es gut mit mir. Ganz egal was kommt.

Einerseits kraftlos, schwach und krank. Andererseits ist bei ihm ein Ankommen, still werden und getröstet werden. Ein Trost, den kein Mensch einem anderen vermitteln kann. So spürbar gut fühlt es sich an, sich in seine Hand zu legen und zu wissen, dass er mich nicht fallen lässt.

Ruhig in seiner Hand und nicht mehr im sich wild drehenden Karussell. 

Ja, vielleicht hab ich das alles, weil ichs aushalten kann.

Vielleicht darum immer ich. 

 

Psalm 139 1-18 | Hoffnung für alle


Herr, du durchschaust mich!

Ein Lied von David.

HERR, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch.
Ob ich sitze oder stehe – du weißt es. Aus der Ferne erkennst du, was ich denke. Ob ich gehe oder liege – du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut. Schon bevor ich anfange zu reden, weißt du, was ich sagen will. Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine schützende Hand über mir.
Dass du mich so genau kennst, übersteigt meinen Verstand; es ist mir zu hoch, ich kann es nicht begreifen! Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne dass du mich siehst? Stiege ich in den Himmel hinauf – du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen – auch dort bist du! Eilte ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder versteckte ich mich im äußersten Westen, wo sie untergeht, dann würdest du auch dort mich führen und nicht mehr loslassen. Wünschte ich mir: »Völlige Dunkelheit soll mich umhüllen, das Licht um mich her soll zur Nacht werden!« - für dich ist auch das Dunkel nicht finster; die Nacht scheint so hell wie der Tag und die Finsternis so strahlend wie das Licht. Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich! Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen. Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann! Wie überwältigend sind deine Gedanken für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele! Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, ich käme nie zum Ende!

 Gönn dir:

Ich kann nicht tiefer fallen 

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